In einer alten gefärbten Uniform stand er eines Tages vor ihr: Heinrich Ridder, Student der Pädagogik der Universität Paderborn. 1949 kam er als Hilfskraft zur Unterstützung und Versorgung der Kriegsheimkehrer nach Friedland. Verloren habe er gewirkt, erinnert sich Therese Ridder, die als Sekretärin bei der Caritas im Durchgangslager in Friedland tätig war.
Heinrich war vor allem für den Empfang der Kriegsheimkehrer zuständig und die Verteilung von Kleiderspenden und Essenspaketen. Therese verfasste im Auftrag des Lagerpfarrers Josef Krahé Spendenbriefe oder kümmerte sich um die ankommenden Flüchtlinge und Heimkehrer. Die beiden begegneten sich während ihrer Arbeit, verabredeten sich zum Mittagessen und wurden schließlich ein Paar. 1951 heirateten sie in der Holzkapelle im Lager Friedland.