Am 10. Januar 1974 landet eine Maschine der Lufthansa in Frankfurt am Main. An Bord befinden sich siebzehn Flüchtlinge aus Chile, die zunächst in der deutschen Botschaft in Santiago Schutz vor dem Militärregime Pinochets gefunden hatten. Unter ihnen ist auch die vierzehnjährige Joyce Aravena. In ihrem Schuh versteckt sie eine Liste, auf der dreißig Namen von politisch Verfolgten in ihrem Heimatland stehen. Dass die chilenischen Sicherheitskräfte diese beim Abflug nicht entdeckt haben, ist ihr „Triumph in dem Moment". Auf der Reise ins Grenzdurchgangslager Friedland via Frankfurt am Main ist Joyce Aravena in Begleitung ihres Vaters und ihrer drei jüngeren Brüder. Ihre Mutter bleibt zunächst in Santiago zurück: Die chilenischen Behörden verbieten in letzter Sekunde ihre Ausreise. Nach wenigen Tagen kommt auch Joyce Aravenas Mutter in Friedland an: Endlich ist die Familie wieder vereint.