Während des Volksaufstands 1956 kommt das öffentliche Leben in Körmend – einer ungarischen Kleinstadt nahe der österreichischen Grenze – weitgehend zum Erliegen. Ferenc Jóvári ist zu dieser Zeit 14 Jahre alt und besucht das örtliche Gymnasium. Kurzentschlossen eröffnet er seiner fassungslosen Mutter, dass er sich über die Grenze in den Westen absetzen will. „Unter normalen Umständen hätte meine Mutter mich wahrscheinlich nicht weggelassen." Angesichts der unklaren Verhältnisse und wilder Gerüchte über bevorstehende Maßnahmen sowjetischer Truppen lässt sie ihren Sohn jedoch ziehen.
Zu Fuß gelangt Ferenc Jóvári nach Österreich. Nach einigen Wochen in einem Kindererhohlungsheim wird er gemeinsam mit anderen Flüchtlingen mit dem Zug über Graz nach Friedland transportiert.