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Zur Materialität von Flucht und Migration

„Zur Materialität von Flucht und Migration“ ist ein Forschungsprojekt, das die Beziehung von Menschen und Dingen im Rahmen von Flucht und Migration untersucht. Es wird von drei Verbundpartnern – dem Institut für Ethnologie der Georg-August-Universität Göttingen, dem Museum Friedland und den Exponauten – getragen. Das Projekt nimmt die Vielschichtigkeit von Mensch-Ding-Beziehungen in den Blick: die mit Gegenständen verbundenen Zukunftserwartungen, die von Dingen ausgelösten Emotionen und deren vielfältige Interpretationen.

Ausgangspunkt ist eine ethnographische Feldforschung, die im niedersächsischen Grenzdurchgangslager (GDL) Friedland beginnt. Darauf aufbauend folgen wir Menschen, Dingen und Diskursen im Sinne einer multilokalen Feldforschung an andere Orte und untersuchen so den Prozess ihres Weiterreisens und Ankommens. Die Forschung dehnt sich auf das Museum Friedland aus, das die Geschichte und Gegenwart des GDL anhand von Gegenständen sammelt, ausstellt und vermittelt.
Die von den Exponauten konzipierte Website dokumentiert den Forschungsprozess fortlaufend. Sie dient als Labor und gibt den Nutzer*innen über ein Open Archive sowie per Social Media die Möglichkeit, mit eigenen Beiträgen zu partizipieren.
Ziel des Projekts ist es, im Laufe von drei Jahren eine interaktive Ausstellung zu konzipieren, die selbst Forschungsprozess ist und – bezogen auf die Materialität von Flucht und Migration – neue Konstellationen und Sichtweisen erprobt und diese in das Projekt einspeist. In einem kollaborativen Prozess werden dabei verschiedene zivilgesellschaftliche Gruppen beteiligt.

 

Aktuelle Informationen gibt es auf der offiziellen Webseite zum Projekt.