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Leitbild Grenzdurchgangslager
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Organisation

Sprache

  • Deutsch
Wo

Museum Friedland
Bahnhofstraße 2
37133 Friedland
Tel.: 05504 9491856

Wann

Öffnungszeiten:
Mittwoch - Sonntag
10 - 18 Uhr

Was uns verbindet

Erfolgreiche erste Halbzeit für Partizipationsprojekt

Welche gemeinsamen Erfahrungen von Flucht gibt es in unterschiedlichen Generationen? Und wie können Menschen mit solchen Erfahrungen partizipativ in die Arbeit von Museen und Gedenkstätten eingebunden werden? Zur Halbzeit des Projekts „Was uns verbindet. Erfahrungen von Zwangsmigration gestern und heute“ zieht das Museum Friedland eine positive Bilanz. Dank einer Projektförderung durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien, die Lotto-Sport-Stiftung, den Landschaftsverband Südniedersachsen, die VGH-Stiftung sowie die Gemeinde Friedland entwickelt das Museum seit Oktober 2022 innovative Bildungs- und Ausstellungsformate, die Menschen mit Fluchterfahrungen aus unterschiedlichen Generationen miteinander in einen Dialog bringen. 

Den Mittelpunkt der Vermittlungsarbeit bildet der „Open Space“, ein gestalteter Raum auf dem Gelände des Grenzdurchgangslagers Friedland, in der Woche für Woche in Kreativworkshops und Erzählcafés Menschen jeden Alters und unterschiedlicher Herkunft gemeinsam reden, lernen und Zusammenhalt erleben. 

Hinzu kommen viele weitere Projekte: Beim internationalen Jugendaustausch „Jazda!“ trafen sich über das Jahr hinweg junge Erwachsene aus Deutschland, Frankreich und Polen, um über die Themen Migration, Identität und Erinnerungskultur zu diskutieren. Während der interkulturellen Tanzwoche im September 2024 war es möglich, ohne Sprache mithilfe von Tanz und Bewegung Grenzen zu überwinden.

Ein besonderes Highlight ist die Dauerausstellung „SHELTER. Vom Leben im Dazwischen“, die im November 2024 in der historischen Nissenhütte auf dem Gelände des Grenzdurchgangslagers eröffnet wurde. Die Ausstellung würdigt die Erfahrungen früherer und heutiger Bewohner:innen in Flüchtlingsunterkünften. Sie wurde von einem neunköpfigen internationalen Co-Kurationsteam konzipiert, dessen Mitglieder als (ehemalige) Bewohner:innen des Grenzdurchgangslagers, Nachbar*innen oder Bedienstete eigene Bezüge zum Thema aufweisen. 

„Was uns verbindet“ ist ein Verbundprojekt mit der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung und der Stiftung Berliner Mauer/Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde sowie weiteren Museen als „critical friends“. Auf Projektbasis kommen weitere Kooperationspartner, wie der Internationale Bund (Standort: Göttingen Freiwilligendienste), das BoatPeopleProjekt Göttingen, die Palucca Hochschule für Tanz Dresden dazu. 

Das Projekt wird durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien gefördert. Weitere Förderer sind die Niedersächsische Lotto Sport-Stiftung, die VGH-Stiftung, der Landschaftsverband Südniedersachsen und die Gemeinde Friedland.