Jugendaustausch JAZDA des Museums Friedland mit dem Weimarer-Dreieck-Preis ausgezeichnet.
Am 27. August hat das Museum Friedland gemeinsam mit seinen Partnern, dem Internationalen Bund (IB) Göttingen, der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung (Krzyżowa und Grodziszcze, Polen) und dem FIEF (Foyer International d’Études Françaises), für das Jugendaustauschprojekt JAZDA den diesjährigen Weimarer-Dreieck-Preis erhalten.
Die Auszeichnung wurde in Weimar durch den Ministerpräsidenten des Landes Thüringen, Prof. Dr. Mario Voigt, den Oberbürgermeister der Stadt Weimar Peter Kleine sowie den Vorsitzenden des Weimarer Dreieck e.V., Dieter Hackmann, überreicht.
„Es sind junge Menschen, die uns immer wieder zeigen, wie lebendig und stark Europa ist“, so Mario Voigt. „Während Erwachsene durch politische Prozesse und Strukturen geprägt sind, gehen Jugendliche mutig und frei aufeinander zu. Das Projekt JAZDA ist ein Beispiel dafür, wie Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede und historische Brüche überwunden werden können – mit Neugier, Offenheit und Selbstverständlichkeit.“
„Mit Friedland, Kreisau und Dieulefit haben sie Orte besucht, die von Flucht, Vertreibung, Verfolgung, aber auch von Optimismus und Aufbruch geprägt sind. Das ist die eigentliche Botschaft: Europa entsteht nicht nur in Brüssel oder in Berlin, sondern vor Ort – in Workshops, in Ausstellungen, im persönlichen Miteinander. Darin liegt die wahre Kraft Europas“, betonte der Ministerpräsident.
Die Idee eines trilateralen Jugendaustausches JAZDA wurde 2021/2022 durch das Museum Friedland ins Leben gerufen. „JAZDA ist von Beginn an ein Projekt im Geiste des Weimarer Dreiecks und der Europäischen Integration, das sich gegen Ausgrenzung und Diskriminierung stellt und für Offenheit und Kooperation einsetzt. JAZDA steht für interkulturelles Lernen, Begegnung auf Augenhöhe, das Kennenlernen europäischer Geschichte und das Entstehen von Gemeinschaft. Wir wollen verschiedene Erinnerungsnarrative nicht gegeneinander ausspielen, sondern miteinander ins Gespräch bringen,“ so Projektkoodinatorin Anna Louise Weßling. „Der Preis stellt eine besondere Anerkennung für unser Engagement dar und ermutigt uns, weiterzumachen!“
Jeder Projektzyklus zieht sich über ein Jahr und findet in drei Phasen statt, also eine Woche pro Land. In den vergangenen zwei Projektrunden ist als Ergebnis jeweils eine Wanderausstellung entstanden, die bei allen Projektpartnern zu sehen ist, aktuell in Frankreich. Die Projektrunde 2025/2026 beginnt im Oktober.
Mehr Informationen zum Jugendaustausch gibt es unter www.jazda.info.
Über den Weimarer-Dreieck-Preis
Der Weimarer-Dreieck-Preis wird seit 2012 vom Weimarer Dreieck e.V. in Kooperation mit der Stadt Weimar verliehen. Er würdigt Jugendliche aus Deutschland, Frankreich und Polen, die sich in besonderem Maße zivilgesellschaftlich für die Ideen des Weimarer Dreiecks engagiert haben.
Im August 1991 trafen sich die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens Genscher, Dumas und Skubiszewski in Weimar. Sie gründeten das „Weimarer Dreieck“, um in Zeiten des gesellschaftlichen und politischen Wandels die europäische Integration politisch und zivilgesellschaftlich zu fördern.