Museum Friedland lädt Bürger:innen zum Mitdenken ein.
Schon zum dritten Mal setzt Friedland ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz: Am Mahnmal auf dem Hagen hängen wieder bunte Banner und das große Sommerfest ist gerade über die Bühne gegangen. Doch hinter den Kulissen wird längst weitergedacht: Seit letztem Jahr beschäftigt sich eine lokale Arbeitsgruppe mit sensiblen Möglichkeiten, den Ort auch langfristig aufzuwerten, ihn attraktiver zu machen und um fehlenden Kontext bzw. neue Perspektiven zu ergänzen.
Um dabei auch die Perspektive der hier lebenden Menschen einzubeziehen, haben die Arbeitsgruppe und das Museum Friedland eine Umfrage entwickelt, die ab September an verschiedenen Orten in der Gemeinde präsent sein wird. Im Supermarkt, beim Bäcker, im Vereinsheim natürlich auch im Museum selbst können Bürgerinnen und Bürger ihr Feedback und ihre Ideen auf Impulskarten hinterlassen. Auf den leuchtend gelben Boxen hebt sich die markante Silhouette des Mahnmals gut hervor. Auch Menschen aus der Region sind eingeladen, sich per Mail oder auf Social Media an der Aktion zu beteiligen.
Was braucht es, um das Gelände als Ausflugsziel zu nutzen? Wessen Geschichte(n) sollen künftig hier erzählt werden? Wie können wir die Gegenwart einbeziehen?
Ab Oktober wird sich auch ein Seminar der Hochschule für bildende Künste in Braunschweig mit dem Friedländer Mahnmal und dem Feedback der Einheimischen beschäftigen. Studierende entwickeln dann künstlerische Ideen, wie das Denkmal, seine Hintergründe sowie aktuelle Bezüge sichtbar gemacht werden könnten.