Ausstellung
Digitales Museum
Service
Museum
Bildung
Sammlung
Themen
Themen
Museum
Aktuelles Besuch
Bildung
Sammlung
Museum
Ausstellung
Digitales Museum
Leitbild Grenzdurchgangslager
Service
Organisation

Sprache

  • Deutsch
Wo

Museum Friedland
Bahnhofstraße 2
37133 Friedland
Tel.: 05504 9491856

Wann

Öffnungszeiten:
Mittwoch - Sonntag
10 - 18 Uhr

Nie wieder Krieg! Der Zweite Weltkrieg und seine Folgen: wie sich Kriegskinder erinnern

Erzählcafé Lebensgeschichten
Fotocollage einer Kindergruppe der Nachkriegszeit und des Erzählcaés

Foto: Fritz Paul

Gut zu wissen

Wie erinnert die Kriegsgeneration die Schrecken des Zweiten Weltkriegs und dessen Folgen und was bewegt die Kriegsenkel, sich mit dem Erbe der Erinnerungen auseinanderzusetzen? Was bedeutet es für die nachfolgenden Generationen, heute an die Vergangenheit zu erinnern? 

Mit diesen Fragen sind wir Anfang des Jahres gestartet und haben auf Anregung aus dem Kreis der Zeitzeug:innen eine Erzählcaféreihe initiiert. 

Angesichts der anhaltenden Kriege und Konflikte, der spürbaren Bedrohung der Menschenrechte und demokratischen Werte unserer Gesellschaft regen sich Sorgen und Ängste auch bei der Erlebnisgeneration, dass sich die Schrecken des Zweiten Weltkrieges wiederholen. „Nie wieder Krieg!“ lautet ihre Botschaft. 

Auf der anderen Seite nehmen wir ein wachsendes Bedürfnis der nachkommenden Generationen wahr, sich mit der eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen, tradierte Familiennarrative zu hinterfragen und sich darüber auszutauschen und vielleicht das, worüber die eigenen Eltern oder Großeltern geschwiegen haben, hervorzuholen. 

Vor diesem Hintergrund ist das Erzählcafé entstanden, um einen sicheren Raum zu schaffen, in dem Erinnerungen zugelassen werden und respektvoller Austausch möglich ist mit dem Ziel, ein Zeichen für Verständnis und Versöhnung zu setzen. 

Bei unseren ersten Treffen standen die Erzählungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen im Zentrum, die von ihren Erlebnissen auf der Flucht und der ersten Zeit des Ankommens berichteten. In anschließenden Gesprächen und Nachfragen aus der Gruppe entstanden höchst interessante Diskussionen z. B. rund um den Begriff Heimat, was er bedeutet und ob es überhaupt eine Heimat gibt. 

Über die kommenden Treffen verteilt soll der Kontext erweitert werden, Themen werden angesprochen, wie z. B. Widerstand im Nationalsozialismus. Geplant sind auch Begegnungen zwischen Zeitzeug:innen und Jugendlichen sowie transnationale Begegnungen. Und es sollen auch Objekte und ihre Biografien im Kontext von Flucht und Ankommen im Zentrum stehen.

Wir sind sehr gespannt, wie sich das Format entwickelt und wie die Gruppe die Treffen gestaltet. Gerne laden wir alle Interessierten ein, an dem dynamischen Prozess der aktiven Erinnerungsarbeit teilzuhaben. 

Der nächste Termin ist am 19. März um 15 Uhr im Haus der Caritas (Heimkehrerstr. 11, Friedland)