Ein Meilenstein in der Geschichte des Museums Friedland
Mit dem Umzug des Archivs in den Neubau beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte des Museums. Der Erweiterungsbau schafft hier neue Möglichkeiten. Im neuen Gebäude sind nun Ausstellungs-, Verwaltungs-, Veranstaltungs- und Archivräume unter einem Dach. Und damit sind neue Synergien für Ausstellung, Archiv und Forschung geschaffen. Neue Perspektiven eröffnen sich für das Museum Friedland als einem zentralen Ort der Erinnerung, des Austauschs und der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Flucht- und Migrationsgeschichte.
Die Sammlung des Museums dokumentiert seit ca. 2013 u. a. die historischen und gegenwärtigen Entwicklungen in Friedland und nimmt individuelle Lebensgeschichten von Menschen, die das Grenzdurchgangslager seit 1945 durchlaufen haben, in den Blick. Sie bewahrt persönliche Zeugnisse, Fotografien, Dokumente und Objekte, die individuelle Lebenswege sichtbar machen und zugleich größere historische Zusammenhänge erschließen. Gerade diese Verbindung von persönlicher Erinnerung und gesellschaftlichen Aspekten verleiht den Beständen ihre besondere Bedeutung.
Mit dem Neubau erhält nun auch die Sammlung ihren neuen dauerhaften Platz, an dem das Sammlungsgut gemäß den konservatorischen Anforderungen und Richtlinien für die Zukunft aufbewahrt wird.
Aktuell wird der Umzug vollzogen, schon Tage vor dem Umzugstermin wurde alles in Kisten verpackt. Im neuen Archiv wird dann zunächst ausgepackt, die Standortorte müssen aktualisiert werden. Und dabei ergibt sich die Gelegenheit, einen prüfenden Blick auf die Objekte zu werfen und sich ihre Geschichten in Erinnerung zu rufen. Am neuen Standort wird es dann für die Museumsbesucher auch die Möglichkeit geben, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und das neue Archiv zu besuchen, z. B. am Tag der Archive am 8. März.